Tarja Turunen-Konzert Köln (10.12.2007)

Tarja

Pünktlich zum Einlass um 19 Uhr waren wir vor der Live Music Hall in Köln. Nach langer Warterei, um endlich zum Eingang zu gelangen, wir standen immerhin in der Mitte der Warteschlange, es dauerte trotzdem, erreichten wir den Eingangsbereich. Ein auf den ersten Blick ungepflegt wirkender Vorhof, dieser leicht negative Eindruck kann entstehen, da es sich bei der Halle um ehemalige Fabrikanlagen handelt. Neben der Live Music Hall befindet sich sogar noch ein recht zerfallenes Farbrikgebäude. Die Halle an sich ist sehr gut, wie ich finde. Sie ist von mittlerer Größe und strahlt eine gewisse Gemütlichkeit aus. Wir sicherten uns einen guten Platz, schätzungsweise vierte oder fünfte Reihe, mitte links. Für 20 Uhr war der Beginn des Konzertes angesetzt, überraschenderweise wurde er nur um zehn Minuten überzogen.
Zunächst trat die Vorband Delain auf, für circa eine halbe Stunde liefterten sie eine überzeugende Show. Mir war diese hollandische Melodic-Metal Band bisher unbekannt. Delain gefiel den meisten Anwesenden und bekam nach dem Auftritt gebührenden Applaus. Jetzt hieß es wieder warten, fast 40 Minuten sollte es dauern bis die Bühnentechniker ihre Arbeit abgeschloßen hatten. In dieser Zeit quälten sie uns zusätzlich damit, die Nebelwerfer auszuprobieren. Der Nebel zog extrem langsam ab und erschwerte das Atmen in der sowieso bereits stickigen Luft der Halle.
Nun endlich war es soweit! Die Halle wurde verdunkelt und es erklang die Intro-Melodie, die der Beginn eines grandiosen Konzerts werden sollte. Von "Lost Nothern Star" über "Sing For Me" ging es die ganze Palette von "My Winter Storm" bis "Cirans Well" (bei dem die Halle tobte!), zwischendurch wurden auch alte Lieder wie, sehr zu meiner Freude, "Passion And The Opera" gespielt. Nach der unvermeintlichen Zugabe wurde Tarja und ihre neue Band unter donnerndem Applaus verabschiedet, die Halle war total begeistert und bis der Beifall verklang vergingen mehrere Minuten, nachdem die Gruppe bereits von der Bühne war. Wir warteten ungefähr eine eine halbe Stunde und hofften, die Gruppe möge wieder erscheinen, um Autogramme zu schreiben. Leider kamen sie nicht, nur der Bassist, an den wir nicht ran kamen. Außerdem wollten die Ordner das Publikum langsam aus der Halle bekommen. Einen Tag später erfuhr ich, dass es Autogramme gab... allerdings erst eine Stunde und dreißig Minuten später.